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Mittwoch, 25. Mai 2016

Weißblütig News

Hallo ihr Lieben,
ich bin so aufgeregt, Euch meine Neuigkeiten zu berichten!

Wie ihr ja wisst, wurde am 3. Mai 2016 der dritte Teil von Weißblütig veröffentlicht, aber es gibt keinen Grund zur Trauer über den Abschied, denn bereits am 15 Juli diesen Jahres erscheint die Kurzgeschichte Weißblütig - Die Folgen des Sturms, die sich mit dem weiteren Schicksal der Charaktere befasst. Dabei geht es vor allem darum, dass auch nach der Revolution nicht alles perfekt ist und dass die bekannten Personen erst einmal einen Platz in dieser neu erschaffenen Welt finden müssen. Hier klicken für weitere Informationen!
Aber das war noch nicht alles, denn es gibt noch weitere gute Nachrichten: in einigen Monaten wird ein Spin-Off der Weißblütig-Reihe erscheinen, über das ich jedoch leider noch nicht so viel verraten kann. Im Anhang von Die Folgen des Sturms werdet ihr weitere Informationen dazu finden, daher halte ich mich hier erst einmal zurück.

Ich hoffe, ihr seid genau so aufgeregt, wie ich es bin!

Mittwoch, 18. Mai 2016

Bücher, die ihr gelesen haben solltet II

Hallo ihr Lieben!
Vielleicht erinnert ihr euch ja noch an meinen Post Bücher, die ihr gelesen haben solltet oder an Lieblingsbücher, denn hier folgt nun ein neuer Bericht über Bücher, die ich in der letzten Zeit gelesen und geliebt habe. Sicherlich werden das auch keine Geheimtipps sein, aber da mir die Bücher so gut gefallen haben, möchte ich sie euch einfach nicht weiter vorenthalten.
Wie vielleicht einige unter euch, zum Beispiel solche, die mir bei Snapchat folgen (Username: deartally), bemerkt haben, bin ich zurzeit fleißig am Lesen. Nun werde ich euch meine Meinung zu den wunderschönen Covern verraten, die euch mittlerweile vermutlich äußerst bekannt vorkommen sollten.

Lady Midnight - Cassandra Clare

Nun, wer dieses Buch bisher noch nicht gelesen hat, ist selbst schuld, würde ich sagen. Immerhin wurde es bei Instagram durch sämtliche Buch-Accounts gejagt, kaum ein Account ohne ein Bild von Lady Midnight konnte mehr ausfindig gemacht werden. Es ist das erste Buch aus der 'The Dark Artifices' Reihe, spielt einige Jahre nach City of Heavenly Fire, man sollte jedoch auch 'The Infernal Devices' gelesen, um vollkommen verstehen zu können, wovon das Buch handelt, obwohl es natürlich auch als eigenständige Reihe und somit ohne Vorwissen gelesen werden kann.

Es geht um Emma Carstairs, deren Eltern während des Dark Wars ums Leben kamen, die jedoch vollkommen davon überzeugt ist, dass es eine Verschwörung um den Tod ihrer Eltern gibt. Zusammen mit ihrem Parabatai Julian versucht sie herauszufinden, was im Los Angeles Institut vor sich geht und verwickelt sich dabei in die gefährlichen Geschäfte einer Gesellschaft, die dunkle Magie ausübt.

Meine Meinung: Ich liebe alle Bücher von Cassandra Clare, daher ist es kein großes Wunder, dass ich auch von diesem komplett begeistert war. Während zuvor mit Jace und Will zwei sehr ähnliche und doch sehr verschiedene Charaktere geschaffen worden waren, ist Julien wirklich ein sehr starker Gegensatz. Er ist der älteste der Blackthorn Geschwister, der noch übrig ist und trägt die gesamte Verantwortung für die jüngeren Kinder. Cassandra Clare beschreibt das Familienverhältnis so feinfühlig und liebevoll, dass man mal wieder das Gefühl hat, bereits nach wenigen Seiten komplett in das Buch eingetaucht zu sein. Ich bewundere die Art, wie sie Charaktere entwickelt und dem Leser nahe bringt. Die Geschichte ist bereits so vollgepackt mit Geschehnissen, dass sie bei anderen Autoren für eine gesamte Trilogie gereicht hätten, aber nicht bei Cassandra Clare, denn für sie ist es nur der erste Teil einer neuen Reihe. Ich freue mich bereits auf die Fortsetzung!


Die Beschenkte, die Flammende, die Königliche - Kristin Cashore

Hierbei handelt es sich um zwei eigenständige Geschichten (die Beschenkte und die Flammende) und eine, die als Fortsetzung von die Beschenkte gesehen werden kann, die Geschehnisse von die Flammende jedoch auch aufgreift.

Die Beschenkte handelt von Katsa, die in einer Welt lebt, in der Menschen mit verschiedenen Augenfarben besondere Gaben haben. Sie sind Beschenkte. Katsa hat die Gabe des Tötens, weshalb ihr Onkel sie an seinen Hof geholt hat und sie als Waffe gegen seine Feinde benutzt. Katsa gefällt dies jedoch nicht und sie beschließt, auf eigene Faust an der Seite eines jungen Prinzens die Ungerechtigkeiten des Landes zu bekämpfen.

Die Flammende spielt einige Jahre vor die Beschenkte, in einem angrenzenden Königreich, den Dells. Dort gibt es keine Beschenkten, jedoch gibt es Monster, welche die Gestalt eines Menschens oder eines Tieres haben, aber sie haben eine ungewöhnliche Färbung und können in das Bewusstsein Anderer eindringen. Fire ist das letzte menschliche Monster und lebt zurückgezogen. Als jedoch ein Krieg um die Macht in den Dells kurz bevor steht, wird sie in die Hauptstadt berufen, um dort dem König zur Seite zu stehen. Dabei muss sie sich mit ihrer eigenen Vergangenheit und der Beziehung mit ihrem verstorbenen Vater auseinandersetzen und mit dem Bruder des Königs, der sich gegen ihr Bewusstsein erschreckend gut wappnen kann.

Die Königliche findet einige Jahre nach die Beschenkte statt und es geht um Bitterblue, die Katsa und Bo während der Geschehnisse in 'Die Beschenkte' gerettet haben (Spoiler!). Sie ist nun Königin von Monsea, hat jedoch das Gefühl, ihr eigenes Land kaum zu kennen. Von ihren Ratgebern im Stich gelassen, schleicht sie sich nachts aus dem Palast, um ihre Stadt einmal mit eigenen Augen zu sehen. Dabei rennt sie Teddy, einem Buchdrucker und Saf, einem stehlenden Seemann in die Arme. Natürlich kann sie ihnen nicht erzählen, dass sie die Königin ist und verbringt so einige Zeit mit ihnen, verkleidet als Bürgerliche. Als dann jedoch immer mehr Geheimnisse aus der Regierungszeit ihres Vaters ans Licht kommen, fühlt sich Bitterblue vollkommen von ihrer Verantwortung erdrückt und ist unglaublich erleichtert, als ihr Katsa, Bo, Giddon und viele weitere bekannte Personen aus 'die Beschenkte' zur Hilfe eilen.

Meine Meinung: ich habe soeben Die Königliche zu Ende gelesen und bin total begeistert, wenn auch mindestens genau so traurig, dass es nun vorbei ist. Meiner Meinung nach hat sich die Schreibweise und die Handlung von Buch zu Buch verbessert. Auch die ersten beiden Bücher gefielen mir gut, es gab viele mitreißende Momente, überraschende Wendungen, jedoch gefiel mir die Königliche am aller Besten. Auch wenn es mir im Nachhinein so scheint, als hätte Bitterblue die fast 600 Seiten durchgehend geweint und sich in Bos oder Giddons Armen rumgewälzt, aber das hat sie mir nicht weniger sympathisch gemacht. Vor allem gefiel mir Saf, auch wenn mich das Ende nicht wirklich zufrieden gestellt hat. Aber lest es am besten selbst und entscheidet für euch!


Wicked Lovely, Fragile Eternity, Darkest Mercy - Melissa Marr

Bereits 2010 fiel mir 'Gegen das Sommerlicht' in die Hände und bereits damals gefiel es mir sehr (Vor allem weil der deutsche Titel sogar viel besser zu der Handlung passt als der Englische, wer hätte das gedacht?). Ich nahm es mit nach Amerika, ließ es dort, weil meine 2 Koffer bereits überquollen. Im Nachhinein habe ich diese Entscheidung sehr bereut, denn mittlerweile scheinen einige der insgesamt 5 Bücher dieser Reihe im deutschen bereits vergriffen zu sein. Also habe ich sie mir alle noch mal auf Englisch bestellt.

Es geht um Aislinn, die schon immer Elfen (oder Feen? Ich weiß nicht wie es in der deutschen Auflage übersetzt wurde) sehen konnte. Jedoch hat sie sie bisher immer konsequent ignoriert, so dass auch die Elfen nicht auf sie aufmerksam geworden sind. Doch als sie plötzlich von den Elfen Keenan und Donia verfolgt wird, vertraut sie sich ihrem besten Freund Seth an, der verspricht, ihr zu helfen. Doch sie kann Keenan nicht entkommen, denn wie sich herausstellt, ist er der Meinung, seine lang gesuchte Sommer Königin in ihr gefunden zu haben. Doch was für Konsequenzen wird dies für Aislinns Leben haben? Und vor allem was wird mit ihr geschehen, wenn Keenan sich nun doch geirrt hat?

Meine Meinung: Ich habe beim Lesen Buch 2 (Ink Exchange) und 4 (Radiant Shadows) übersprungen, weil diese nicht von den Hauptcharakteren handeln. Demnach hatte ich ein paar Lücken in der Handlung, die ich mir erst mal selbst wieder zusammen basteln musste. Nichtsdestotrotz hat mich die Geschichte sehr mitgerissen, auch wenn sie, vor allem im ersten Buch, sehr vorhersehbar erscheint. In Darkest Mercy kam es jedoch zu einer Wendung, die mich so unerwartet getroffen hat, dass ich für den Tag erstmal das Buch weglegen und das Geschehene verdauen musste. Aber mit dem Ende war ich sehr zufrieden, und auch die Charaktere mochte ich ausnahmslos, auch wenn Seth mir zeitweilig ein wenig auf den Geist ging. "Nein, ich werde für immer nur dich lieben, Aislinn, ich werde nie deine Seite verlassen", ihr wisst schon. Bei sowas schreit in mir immer alles 'Sieh zu, dass du wegkommst, Mädchen', aber vielleicht habe auch nur ich persönlich Probleme mit anhänglichen Leuten :D

Der Winter der schwarzen Rosen - Nina Blazon

Mir erscheint es mittlerweile so, als wären die Worte 'Nina Blazon' auf ein Buch ein Qualitätsversprechen der aller höchsten Art. Ich habe bisher schon viele Werke von Nina Blazon gelesen und sie zählt mit Abstand zu meinen aller liebsten deutschen Autoren.

In diesem Buch geht es um die Schwestern Liljann und Tajann. Liljann wartet mit Schrecken darauf, dass ihr Vater sie freigibt, so dass sie, wie es die Tradition verlang, in die Ferne aufbrechen kann. Auch Tajann erstehnt diesen Tag, denn erst wenn ihre ältere Schwester fort ist, ist sie frei zu tun, was sie mag. Sie plant, in die Dienste der Lady zu treten und sehnt sich nach einem Wiedersehen mit einem gewissen Junglord. Tajann schmiedet einen Plan, der den entscheidenen Tag bereits in greifbare Nähe rücken könnte - auf Liljanns Kosten.

Meine Meinung: Dieses Buch war das erste, das ich seit einer langen Zeit mal wieder gelesen hatte. Denn bei mir gibt es immer so Zeiten, da lese ich wie verrückt und andere, in denen ich ein tatsächliches Leben habe, für das ich gelegentlich sogar das Haus verlassen muss. Oder ich gucke in diesen Zeiten einfach mehr Serien, das kann man nicht so genau sagen... :D Zumindest hat mich dieses Buch so begeistert, dass es mich wieder zum Lesen gebracht hat. Nina Blazon schafft es immer wieder, mir mit jedem einzelnen ihrer Bücher eine neue Welt zu eröffnen. Der Winter der schwarzen Rosen spielt in der selben Welt wie Faunblut, der dunkle Kuss der Sterne und Ascheherz. Ich hoffe wirklich, dass sie in Zukunft noch sehr viele weitere Bücher dieser Reihe hinzufügt, denn ich kann einfach nicht genug von ihren Geschichten bekommen!

Mittwoch, 11. Mai 2016

Berlin Haul - Mai 2016

Hallöle ihr Lieben,
wie ich ja schon in meinem letzten Post erwähnt habe, war ich in Berlin. Aber natürlich habe ich nicht nur Tanz der Vampire gesehen, ich war auch Shoppen. Ihr kennt mich, ich nutze jede Möglichkeit, um mein Geld unter die Leute zu bekommen. Vor allem, da es in Berlin dazu so viele Läden gibt, die wir hier in Bielefeld nicht haben.

Mein kleines, süßes Highlight direkt zu Beginn: meine Selma Mini Messenger von Michael Kors! Sie ist wirklich richtig süß, es passen perfekt alle Wertsachen rein, so dass man die große Tasche getrost mit allem Quatsch vollpacken kann und trotzdem noch schnell an Handy & Co kommt. Und sie ist in genau der selben Farbe wie meine Michael Kors Jet Set Lw Eg Tote: Dark Khaki.
Michael Kors Selma Mini Messenger Dark Khaki - Lafayette

Was ihr auch merken werdet ist, dass ich mir kurze Hosen gekauft habe. Ich, die doch nie nie nie etwas kurzes trägt! Aber ich habe in den letzten Wochen angefangen, bei der Hitze im privaten Raum (also auf meinem Balkon) kurze Hosen zu tragen und daher habe ich mir mal ein paar schöne, neue gegönnt.
Kurze Hose - Bershka (12,99€)
High Waisted Jegging - Bershka (15,99€)
Basic Crop Tops - Bershka (je 5,99€)
Converse Low Charcoal - Görtz (64,99€)
Crop Top aus Spitze - Forever 21 (20€)
Sonnenhut - Primark (5€)
Body - Bershka (ca. 15€)
Shorts - Pull & Bear (17,99€)

Jacke - Zara (59,99€)

Auch nicht aus Berlin, aber trotzdem ganz neu und vor allem heiß erwartet: der letzte Teil der Lovely Wicked Reihe: Darkest Mercy. Die ersten beiden Teile hatte ich bereits vor meinem Auslandsjahr (also so um 2010) gelesen, hatte es dann jedoch verpasst, als der letzte Teil rauskam. Da Gegen das Sommerlicht auf Deutsch als Taschenbuch irgendwie nicht mehr zu kriegen ist, habe ich dann alle Bücher noch mal auf Englisch gelesen (der Vorteil daran, zwei Sprachen fließend zu können) und bin total begeistert. Die Bücher sind echt super, obwohl ich bei dem Thema Feen seit der 'Pan-Trilogie' etwas vorsichtig bin, denn die Bücher hatten mir beweisen, wie schnell das nach hinten losgehen kann. Aber nein, Lovely Wicked ist wirklich nur empfehlenswert!
Darkest Mercy - Melissa Marr (ca. 10 €)

Also, wie ihr seht hat sich mein Berlin-Trip mal wieder gelohnt. Und somit ist mein ereignisreiches Frühjahr auch schon vorbei, denn es sind erst mal keine weiteren Reisen oder andere spannende Dinge geplant. Jetzt muss erstmal wieder etwas studiert werden (was ich tatsächlich in Schottland und auch die letzten Tage in Berlin ein wenig vernachlässigt habe). Aber vermutlich werde ich euch in Zukunft trotzdem noch genug zu berichten haben.

Wie zum Beispiel, dass Weißblütig 3 - Das Erbe Maraisahs am 3. Mai erschienen ist. Ich weiß, ihr habt es bereits fleißig gekauft, aber ich wollte es noch einmal für alle erwähnen, die es noch nicht mitbekommen haben. Für mehr Infos hier klicken.

Tanz der Vampire

Schon vor bereits etwa 15 Jahren kannte ich die Lieder von Tanz der Vampire. Natürlich war ich damals noch viel zu jung, um sie tatsächlich zu verstehen und die Animateure in den Alltours Clubhotels waren auch viel zu schlecht, um das Musical als Playback richtig rüber zu bringen, doch die Melodien haben sich über die Jahre eingebrannt.

Das Musical beruht auf dem Film Tanz der Vampire von Polanski, in dem der Wissenschaftler Abronsius mit seinem Gehilfen Alfred nach Transsilvanien reist, um dort Vampire zu erforschen. Die Einheimischen dort versuche sie jedoch zu überzeugen, dass in der Gegend keinerlei Anzeichen für Vampirismus existieren. Als sich dann Alfred in Sarah, die Tochter des Wirtes, verliebt, findet er heraus, dass sie vom Grafen zu einem Ball eingeladen wurde. Ihr Vater will sie um alles in der Welt davon abhalten, dorthin zu gehen, doch sie flieht eines Nachts heimlich. Ihr Vater folgt ihr, wird jedoch am nächsten Tag tot geborgen. Bissspuren finden sich an seinem Hals. Abronsius ist klar, dass es sich bei dem Grafen um einen Vampir handeln muss. Er bricht mitsamt Alfred auf, um das Schloss des Grafen von Krolocks zu erkunden und Sarah zu retten.

Grundsätzlich könnte man auf den ersten Blick meinen, dass es sich hierbei um eine Twilight-Vampir-Lovestory handelt. Von diesen Annahmen rate ich jedoch strengstens ab! Tanz der Vampire ist so eine komplexe Geschichte, dass es mir wirklich schwer fällt, sie irgendwie in Worte zu fassen. Für Alfred geht es definitiv um blinde aber auch unschuldige Liebe. Abronsius riskiert Hals und Kragen, da er in seiner Heimat als Wissenschaftler nicht geschätzt wird und nun endlich etwas entdecken will, dass ihm Anerkennung bringt. Sarah sucht nach Freiheit und dabei ist ihr jedes Mittel recht. Ihre einzige Furcht ist es, für immer ihr langweiliges Leben so weiterführen zu müssen. Vor allem vor dem Grafen von Krolock habe ich großen Respekt. Denn einerseits zeigt er sich als mächtiger und allwissender Vampir, andererseits ist er sich der Hoffnungslosigkeit seiner eigenen Position bewusst.

"Und immer wenn ich nach dem Leben greif, spüre ich wie es zerbricht."

"Endlos ist das Meer der Zeit, doch man kann nur am Ufer leben. Von der Krankheit der Traurigkeit kann es keine Erlösung geben."

Mama wollte das Musical schon immer sehen, damals als es noch in Oberhausen war aber auch als es dann nach Berlin umzog. Und dann, als ich Mama in ihrem Wunsch, es endlich einmal live zu sehen, zustimmte, wurde es abgesetzt.
Einige Jahre mussten wir nun warten, doch als es dann wieder Vorstellungen in Berlin gab, haben wir direkt gebucht. Und Dienstag Abend war es dann so weit: Mama, Papa und ich haben endlich nach all den Jahren Tanz der Vampire gesehen. Und es war wundervoll! Die Darsteller waren allesamt super, die Bühne, der Ton, es war einfach überwältigend. Am liebsten würde ich es heute direkt noch einmal sehen!
Bildquelle: Tanz der Vampire - Deutschland Facebook Page
Für mich und für Mama ist somit ein riesengroßer Traum in Erfüllung gegangen, nach all den Jahren endlich Tanz der Vampire zu sehen. Liebend gerne würde ich im Herbst auch noch nach München und es mir dort noch einmal ansehen, aber ich hoffe ja insgeheim, um meinen Geburtstag noch einmal nach Schottland zu kommen und ich denke damit wäre dann das Reisebudget für dieses Jahr wirklich ausgeschöpft.
Aber ich muss mich noch einmal wiederholen: es war wirklich wundervoll. Ich kann das Musical wirklich nur jedem empfehlen!

Bildquelle: Tanz der Vampire - Deutschland Facebook Page

Dienstag, 3. Mai 2016

Schottland II

Mit einem breiten Lächeln verließ ich den kleinen Tartanladen an der Princes Street, zu dem man einige Stufen hatte empor steigen müssen. Das Gras der Princes Gardens, die sich nun vor mir erstreckten, war zwar schon grün, jedoch waren die Bäume noch kahl und nur die Osterglocken und der Stechginster tauchten den Park in ein fröhliches Gelb, das selbst der stetige Regen nicht verwaschen konnte. Mama warf einen kritischen Blick auf meine prall gefüllte Tragetasche, in der sich nun ein Tartan Rug in den blauen Farben der Stuarts befand.
"Und wie willst du das mit nach Hause nehmen?", fragte sie mich mit leicht vorwurfsvoller Stimme, denn immerhin hatte ich ihr zuvor ausgeredet, Bettwäsche zu kaufen, da es uns an Platz in den Koffern mangelte.
Vielleicht sollte ich einfach hier bleiben, fuhr es mir durch den Kopf. Doch ich verkniff mir diesen Kommentar und erklärte stattdessen, dass ich meine Decke als Handgepäck mitnehmen könnte, zusätzlich zu der großen Handtasche und dem Highland Rind Kuscheltier aus Urquhart Castle, das ich liebevoll Sir Truffles getauft hatte.

Wie bereits im letzten Post erwähnt kommt nun die Fortsetzung mit Bildern der letzten Tage in Schottland.

Am fünften Tag ging es dann von Fort William über Fort Augustus entlang des Loch Lochys, des Loch Oichs bis zum Urquhart Castle am Loch Ness. Leider ist von der Ruine ja nur kaum noch etwas erhalten, aber was noch da ist, ist einfach faszinierend. Enge Wendeltreppen, Kellerräume, Bauwerke über mehrere Ebenen, da der Untergrund so hügelig ist. Von dort aus fand eine Schifffaht über den Loch Ness statt. Es überrascht hier vermutlich niemanden, wenn ich euch erzähle, dass Nessi auf der spiegelglatten Oberfläche des Lochs nicht gesehen wurde.
Anschließend machten wir Halt in Inverness. Das einzige, was ich über die Highland-Hauptstadt wusste, war, dass Claire und Frank dort ihre zweite Hochzeitsreise hin unternahmen. Dass uns dort tatsächlich eine große Stadt mit allen möglichen Läden und einem riesigen Einkaufscenter erwartete, konnte man ja nicht ahnen. Doch die Stadt ist wunderschön, hoch über dem Fluss Ness thront das Inverness Castle. Mama und ich sind in die viktorianischen Markthallen gegangen, in denen sich eine Menge kleiner, süßer Läden befindet.
Als wir am sechsten Tag in Carrbridge wach wurden, war der Schnee der Nacht bereits getaut und die alte Brücke neben dem Hotel erstrahlte im Sonnenlicht. Wir fuhren nach Aviemore, wo wir mit einer Eisenbahn (also so eine richtige mit Dampf) fuhren.
Anschließend ging es zum Cawdor Castle, dem Schloss in dem Shakespeare's Macbeth spielt. Tatsächlich wurde das Schloss jedoch erst einige Jahrhunderte nach Macbeths Tod erbaut. Besonders die Gärten der Burg hatten es uns angetan, leider war der Irrgarten jedoch verschlossen.
Am siebten Tag ging es über Pitlochry und die Blair Athol Distillry zurück nach Edinburgh. Obwohl eine Whisky Brennerei vielleicht für manch einen Alkoholtrinker interessant klingt, kann ich es leider nicht allzu empfehlen. Da drin müffelt es nämlich ziemlich nach Hefe, und zwar so schlimm, dass ich mir die restliche Besichtigung dann lieber draußen gewartet habe.
Als wir dann zurück in Edinburgh ankamen, sind wir noch einmal in die Stadt gefahren, wo ich mir dann auch noch einen Tartan Rug gekauft habe, der farblich zu meinem Schal passt. Am Abend aßen wir mit unserer Achtergruppe noch einmal zusammen. Alle waren traurig, dass sie Reise nun tatsächlich zu einem Ende kam, vor allem da wir uns auch sehr gut verstanden. Ein letztes Mal sahen wir die Sonne über den Bergen Schottlands untergehen, die Edinburgh rot erstrahlen ließ.

Am nächsten Morgen, dem achten Tag, ging es dann auch schon nach dem Frühstück zurück zum Flughafen. Ich hoffe sehr, schon bald wieder zurück nach Schottland zu kommen. Ihr habt nun ja auch einige Bilder gesehen und euch einen eigenen Eindruck von dem Land machen können, doch seine wahre Schönheit kann man vermutlich erst begreifen, wenn man wirklich einmal im Tal von Glencoe spazieren ging, über die Weiten des Loch Ness' blickte, die Einsamkeit und Abgeschiedenheit der Highlands verstanden und mit der Dorfgemeinde einen Cèilidh gefeiert hat. Und wenn man dann nach Hause kommt und in Dauerschleife Loch Lomond singt, während mach nach Direktflügen nach Edinburgh sucht, weiß man, dass man sich in das Land verliebt hat. Und in die Leute. Wirklich, ich war noch nie von einem Auslandsaufenthalt so begeistert und ich hoffe wirklich, dass ich baldig wieder zurückkehren kann.

"Oh ye'll take the high road and I'll take the low road. And I'll be in Scotland afore ye. Where me and my true love will never meet again on the bonnie, bonnie banks of Loch Lomond."

Montag, 2. Mai 2016

Schottland I

Der Bus hält an, die nette, ältere Dame, mit der ich mich während der Fahrt unterhalten hatte, weist mich an, auszusteigen, denn wir sind an der Princes Street angekommen. Schnell schiebe ich Mama vor mir aus dem Bus, dann stehen wir auch schon inmitten einer Menschenmenge, blicken direkt auf das Scott Monument, der Horizont wird vom Edinburgh Castle verdeckt, an der Ecke zur Waverly Station spielt ein Dudelsackspieler im Kilt den Skye Boat Song.

Nun sitze ich auf meinem Balkon in Bielefeld, habe mich trotz des warmen, deutschen Wetters in meiner Tartan Decke aus Schurwolle in den blauen Farben der Stuarts eingemummelt. Kaum zu glauben, dass ich tatsächlich in Schottland war, mittlerweile erscheint es mir ja eher wie ein Traum. Aber nein, ich weiß es ganz genau. Wir waren dort. Dort, wo Maria Stuart ihren Sohn James zur Welt brachte, dort, wo Bonnie Prince Charlie die Highlander in ihr Verderben führte, dort, wo noch heute Jahrhunderte an blutiger Geschichte beinah greifbar sind.

Unsere Reise begann am 23. April um 3 Uhr morgens am Kamener Bahnhof. Von Düsseldorf flogen wir über Heathrow mit einer Stunde Verspätung nach Edinburgh, wo wir vollkommen erschöpft unser Hotel erreichten. Doch wir waren so von der Stadt begeistert, dass wir unsere Müdigkeit beinah vergaßen und mutig in einen Bus stiegen, um zur Princes Street zu fahren. Wir schlenderten die Straße entlang, besuchten die Princes Gardens und kämpften uns sogar noch bis zum Calton Hill empor.
Am zweiten Tag trafen wir dann auf unsere Reisegruppe, mit denen wir erst einmal eine Stadtrundfahrt gemacht haben und daraufhin ins Edinburgh Castle gegangen sind. Schließlich fuhren wir weiter nach Glasgow, wo wir die Cathedrale und ein viktorianische Gewächshaus besuchten, dann ging es ins neue Hotel, wo ich zum ersten Mal mit mehr oder weniger Begeisterung das britische Essen probieren durfte. :D
Am dritten Tag ging es vorbei am Loch Lomond, Inveraray Castle und Glencoe bis nach Fort William. In Luss am Loch Lomond wurde uns zum ersten mal klar, wie kalt es in Schottland ist. Vor allem durchlebt man auch jedes Wetterextrem an einem Tag. Erst ist es richtig warm, dann kommen die Wolken und es wird kühl, auf einmal regnet es, dann Schnee und schließlich kommt die Sonne wieder durch - und alles in einer Stunde.
In Inveraray Castle, wo der Duke of Argyll seinen Sitz hat, wurde übrigens auch mal eine Folge Downton Abbey gedreht, die ich natürlich gesehen habe :D Von Innen war das Gebäude wirklich eindrucksvoll. Aber auch die Gärten und das kleine Fischerdörfchen Inveraray hatten ihren Charme.
Mama hatte es vor allem das Tal von Glencoe angetan. Fasziniert blickten wir aus den Fenstern des Reisebusses, im Hintergrund lief schottische Musik und unser Reiseführer Andreas weite uns in die blutige Geschichte der Campells und MacDonalds von Glencoe ein.
Am vierten Tag ging es von Fort William auf eine Rundreise auf die Isle of Skye, wo wir die Stadt Portree besuchten. Dort war das Wetter wirklich richtig mies, es hat in Strömen geregnet, dann kam die Sonne wieder kurz raus, daher habe ich von dem Ort leider keine guten Bilder. Aber als wir am Eilean Donan Castle einen Halt gemacht haben, war das Wetter wieder perfekt.
Ihr merkt schon, dieser Post war ziemlich bilderlastig und meine Reise war an diesem Punkt noch lange nicht zu Ende, daher kommt nun noch ein weiterer Post über Tag 5 bis 8. Es ist schwierig, das Erlebte und das Gesehene in Worten auszudrücken, daher hoffe ich, dass ihr den Bildern entnehmen könnt, wie wunderschön die schottischen Highlands sind. Man kann einfach nicht anders, als sich direkt in dieses Land zu verlieben.