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Montag, 2. Mai 2016

Schottland I

Der Bus hält an, die nette, ältere Dame, mit der ich mich während der Fahrt unterhalten hatte, weist mich an, auszusteigen, denn wir sind an der Princes Street angekommen. Schnell schiebe ich Mama vor mir aus dem Bus, dann stehen wir auch schon inmitten einer Menschenmenge, blicken direkt auf das Scott Monument, der Horizont wird vom Edinburgh Castle verdeckt, an der Ecke zur Waverly Station spielt ein Dudelsackspieler im Kilt den Skye Boat Song.

Nun sitze ich auf meinem Balkon in Bielefeld, habe mich trotz des warmen, deutschen Wetters in meiner Tartan Decke aus Schurwolle in den blauen Farben der Stuarts eingemummelt. Kaum zu glauben, dass ich tatsächlich in Schottland war, mittlerweile erscheint es mir ja eher wie ein Traum. Aber nein, ich weiß es ganz genau. Wir waren dort. Dort, wo Maria Stuart ihren Sohn James zur Welt brachte, dort, wo Bonnie Prince Charlie die Highlander in ihr Verderben führte, dort, wo noch heute Jahrhunderte an blutiger Geschichte beinah greifbar sind.

Unsere Reise begann am 23. April um 3 Uhr morgens am Kamener Bahnhof. Von Düsseldorf flogen wir über Heathrow mit einer Stunde Verspätung nach Edinburgh, wo wir vollkommen erschöpft unser Hotel erreichten. Doch wir waren so von der Stadt begeistert, dass wir unsere Müdigkeit beinah vergaßen und mutig in einen Bus stiegen, um zur Princes Street zu fahren. Wir schlenderten die Straße entlang, besuchten die Princes Gardens und kämpften uns sogar noch bis zum Calton Hill empor.
Am zweiten Tag trafen wir dann auf unsere Reisegruppe, mit denen wir erst einmal eine Stadtrundfahrt gemacht haben und daraufhin ins Edinburgh Castle gegangen sind. Schließlich fuhren wir weiter nach Glasgow, wo wir die Cathedrale und ein viktorianische Gewächshaus besuchten, dann ging es ins neue Hotel, wo ich zum ersten Mal mit mehr oder weniger Begeisterung das britische Essen probieren durfte. :D
Am dritten Tag ging es vorbei am Loch Lomond, Inveraray Castle und Glencoe bis nach Fort William. In Luss am Loch Lomond wurde uns zum ersten mal klar, wie kalt es in Schottland ist. Vor allem durchlebt man auch jedes Wetterextrem an einem Tag. Erst ist es richtig warm, dann kommen die Wolken und es wird kühl, auf einmal regnet es, dann Schnee und schließlich kommt die Sonne wieder durch - und alles in einer Stunde.
In Inveraray Castle, wo der Duke of Argyll seinen Sitz hat, wurde übrigens auch mal eine Folge Downton Abbey gedreht, die ich natürlich gesehen habe :D Von Innen war das Gebäude wirklich eindrucksvoll. Aber auch die Gärten und das kleine Fischerdörfchen Inveraray hatten ihren Charme.
Mama hatte es vor allem das Tal von Glencoe angetan. Fasziniert blickten wir aus den Fenstern des Reisebusses, im Hintergrund lief schottische Musik und unser Reiseführer Andreas weite uns in die blutige Geschichte der Campells und MacDonalds von Glencoe ein.
Am vierten Tag ging es von Fort William auf eine Rundreise auf die Isle of Skye, wo wir die Stadt Portree besuchten. Dort war das Wetter wirklich richtig mies, es hat in Strömen geregnet, dann kam die Sonne wieder kurz raus, daher habe ich von dem Ort leider keine guten Bilder. Aber als wir am Eilean Donan Castle einen Halt gemacht haben, war das Wetter wieder perfekt.
Ihr merkt schon, dieser Post war ziemlich bilderlastig und meine Reise war an diesem Punkt noch lange nicht zu Ende, daher kommt nun noch ein weiterer Post über Tag 5 bis 8. Es ist schwierig, das Erlebte und das Gesehene in Worten auszudrücken, daher hoffe ich, dass ihr den Bildern entnehmen könnt, wie wunderschön die schottischen Highlands sind. Man kann einfach nicht anders, als sich direkt in dieses Land zu verlieben.

Kommentare:

  1. Soooo tolle Bilder! Ich wusste, dass es dir gefallen wird! :) Es ist so wunderschön da ♥

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  2. Richtig tolle Bilder, aber ich muss sagen.. am meisten überwältigt bin ich von deinen Haaren.
    Die sind so unglaublich schön dick, wellig ... einfach nur schön!
    Bin richtig neidisch :D

    Liebe Grüße Sarina

    https://ideenundfotokiste.blogspot.de/

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