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Mittwoch, 6. Juli 2016

Abiball

Hallo ihr Lieben,

wie die Überschrift bereits verrät war ich auf einem Abiball, aber natürlich nicht meinem eigenen, der liegt ja schon zwei Jahre zurück. Am vergangenen Wochenende trieb es mich zurück in meine Heimat, wo ich mich noch ein letztes Mal mit meinen Freundinnen auf dem Abiball unserer Schule traf, um mit nur allzu bekannten Gesichtern bis in den Morgengrauen zu feiern. Die einen hat man die vergangenen Jahre schmerzlich vermisst, bei den anderen hielt man es nicht einmal für nötig, 'Hallo' zu sagen und das, obwohl man doch drei Jahre seines Lebens zusammen verbracht hat.

Kleid - Tally Weijl (2012)
Über wessen Anwesenheit ich mich natürlich am meisten gefreut habe, ist die meiner Freundinnen. Julie kam extra aus Berlin, Lina ist gerade aus Genf zurückgekehrt, Anni und Cara hatte ich zwar auch zwischenzeitlich öfter gesehen, doch einfach nicht oft genug.


Wie komisch es doch war, nach all dieser Zeit wieder den altbekannten Weg zur Schule zu gehen, seine Freundinnen an der Seite zu haben, mit denen ich früher jeden Tag verbracht habe, Lehrer zu sehen, die ich sehr gerne mochte, Lehrer zu sehen, die ich nach all der Zeit immer noch nicht abkann, für einen Abend wieder jung und unbeschwert zu sein. 
Natürlich, ich bin jetzt auch nicht alt und ich habe auch kein schweres Leben, aber es hat sich so vieles geändert, damals habe ich so viel Zeit mit Zeichnen verbracht, ich war viel kreativer, habe Texte interpretiert und Analysen geschrieben, habe Dinge gelernt, die tatsächlich hilfreich waren (hilfreicher als zu wissen wie Plasmide aufgebaut sind zumindest), hab in den Pausen mit meinen Freundinnen so viel gelacht, dass Cara und ich unser Make-Up vor Spiegeln korrigieren mussten, da wir beim Lachen geweint haben. Es ist nicht so als hätte ich mit meinen Mädels in der Uni keinen Spaß, ganz im Gegenteil, jedoch scheint es mir so, als würde das Leben einfach viel ernster werden und einem weniger Gelegenheit zum Lachen bieten. Daher war es umso schöner für einen Abend wieder in die alten Zeiten zurückversetzt zu werden, bevor es mich Sonntag zurück ins ferne Bielefeld trieb, wo ich nun wieder meine Zeit in Laboren und Seminarräumen verbringe.

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