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Dienstag, 4. Juli 2017

Von Edinburgh nach Aberdeen

Hallo ihr Lieben,
mittlerweile ist es ja leider schon fast zwei Monate her, dass ich Schottland war und ich bin schon dabei, meine nächste Reise im Spätsommer zu planen.
Anfang Mai hatten Mama und ich wieder eine Rundreise gemacht: dieses Mal die Tour mit dem schönen Namen "Königliches Schottland" mit Dertours. Ich werde euch nun Schritt für Schritt mit Reiseberichten überhäufen, einfach da ich wirklich jedes Detail dieses wundervollen Landes mit euch teilen möchte. 
Geflogen sind wir mit Eurowings direkt von Düsseldorf nach Edinburgh. Der Flug dauert etwas über eine Stunde, jedoch ist es irgendwie immer etwas schaukelig auf diesem Weg, was bei mir eher auf Missfallen trifft. Angekommen kann man entweder den vom Reiseveranstalter angebotenen, überteuerten Transport buchen, oder man fährt einfach mit dem Airlink direkt in die Stadt. Da unser Hotel in Leigh direkt am Hafen lag, haben wir den Skylink genommen. 
Obwohl Leith zugegebener Maßen auch einige nette Ecken hat (eigentlich nur diese eine, die man oben auf dem Bild sieht, der Rest ist eher industriell), war ich von diesem Teil Edinburghs eher weniger angetan, was vielleicht aber auch einfach daran liegen mag, dass ich nicht besonders vom Meer oder Fischerorten angetan bin. Wir wohnten im Holiday Inn Waterfront direkt gegenüber des Ocean Terminal Shopping Centers, welches mir hingegen sehr gut gefiel. Neben Marc & Spencer's gab es dort einige Restaurants, ein Kino und einen großen Buchladen.
Am ersten Tag traf sich die Reisegruppe dann und es ging gemeinsam in die Old Town, wo wir erneut das Edinburgh Castle besichtigten. Dieses hatten wir bereits vor einem Jahr gesehen, jedoch war es dieses Mal so überfüllt, dass wir uns den Blick auf die schottischen Kronjuwelen glatt gesparrt haben.  Ich muss auch zugeben, dass das Schloss von außen vermutlich noch beeindruckend als von innen ist. Wie es dort auf dem Castle Rock thront und von ganz Edinburgh aus sichtbar ist, ist schon eindrucksvoll.
Es verschlug uns dann an den Grasmarket, wo wir uns eine ordentliche Portion Fish and Chips mit Erbsenpürree und Brot bestellt haben. Trotz des Fetts muss ich ehrlich gestehen: ich liebe Fish and Chips! Ich könnte das wirklich jeden Tag essen!
Am zweiten Tag ging es nach zum Scone Palace in der Nähe von Perth, welches 1808 unter der Leitung des Earls of Mansfield erbaut wurde. Scone Palace spricht sich übrigens 'skuhn' aus, anders als die Gebäcke Scones, die 'skohns' gesprochen werden. 
Anschließend führte unsere Reise nach Stirling, wo wir die Möglichkeit hatten, das Schloss zu besichtigen. Die Stadt liegt direkt an der Mündung des Forth, und liegt daher an einer strategisch wichtigen Stelle. Das Schloss wurde unzählige male belagert und hier fand auch das Battle of Stirling Bridge statt, das eine große Rolle im schottischen Unabhängigkeitskrieg gegen Edward I gespielt hat. Wir hatten uns das Schloss bereits im Oktober angesehen (mittlerweile haben wir ja schon einiges in Schottland gesehen).
Am dritten Tag ging es über die Forth Bridge von Edinburgh aus nach St. Andrews, einer Kleinstadt an der Ostküste Schottlands, in der eine berühmte Universität ihren Platz findet. Hier lernten sich auch schon Prinz William und Katherine kennen. Allgemein handelt es sich dabei um eine wirklich schöne, wenn auch sehr windige Stadt mit viel Charme. Da der Golfsport hier erfunden wurde, wird man praktisch mit Goldplätzen erschlagen.
Anschließend ging es auf dem Weg nach Aberdeen noch zum Glamis Castle, das 'glams' ausgesprochen wird. Hier wuchs die Queen Mum auf, daher wurde bei der Ausstellung besonderen Wert darauf gelegt, den Fokus auf Elizabeth Bowes-Lyon zu legen. Mir gefiel dieses Schloss außerordentlich gut, da es von außen den Burg Charakter wie Cawdor Castle hat, von Innen jedoch eher fein eingerichtet ist, wie beispielsweise Inveraray. 
Anschließend endete der Tag in Aberdeen, welches auch als Silver City bezeichnet wird, da die Gebäude aus silbergrauem Granit erbaut worden sind. Ich hatte große Erwartungen für Aberdeen, wurde jedoch leider eher enttäuscht. Der alte Stadtkern, old Aberdeen, ist zwar hübsch, so wie die meisten Städte in Schottland, jedoch ist der Rest eher Modern, einige hohe Plattenbauten sind am Stadtrand zu erkennen. 
Wir kehrten im Hilton Treetops Aberdeen ein, welches jedoch tatsächlich eher wenig mit einem Hilton-Hotel zu tun hatte. Natürlich, wir waren von unserer Rundreise im vergangenen Jahr einiges an Highland-Hotels gewohnt, also hatten wir eh nicht allzu hohe Erwartungen. Wir blieben in Aberdeen auch nur für eine Nacht, fuhren am nächsten Morgen nach einem guten Schottischen Frühstück direkt weiter in Richtung Royal Deeside.

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